Gesundheit & Medizin

Mit CBD-Öl gegen PMS und andere Periodenbeschwerden angehen

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Die meisten Frauen leiden vor und während ihrer Periode unter verschiedenen Beschwerden. Die klassischen Krämpfe im Unterleib sind nur eine der typischen Begleiterscheinungen. Häufig sind die Schmerzen so stark, dass die betroffene Frau starke Einschränkungen im täglichen Leben hat. Sie kann nicht arbeiten, sich nicht konzentrieren und würde am liebsten im Bett bleiben. Bekannte Schmerzmedikamente schaffen oft nur wenig Linderung. Vielen Frauen hilft CBD-Öl dabei, mit den Beschwerden besser umgehen zu können.

Typische Probleme rund um die monatliche Blutung

Der weibliche Zyklus ist mit starken Hormonschwankungen verbunden. Das sorgt dafür, dass rund um den Eisprung in der Mitte des Zyklus sowie rund um die Periode verschiedene Beschwerden auftreten. Von Schmerzerscheinungen wie Unterleibskrämpfen und Brustschmerzen über Kreislaufprobleme, Übelkeit und Verdauungsprobleme bis hin zu Stimmungsschwankungen ist vieles möglich. Nicht zuletzt deshalb verwechseln Frauen mit Kinderwunsch die typischen PMS-Symptome mit den typischen Symptomen einer Frühschwangerschaft. Meist äußern sich das prämenstruelle Syndrom sowie die einsetzende Periode dennoch mit den immer gleichen Symptomen, sodass Frauen in der Lage sind, einzuschätzen, wann sie ihre Blutung bekommen.

Viele Frauen greifen bei Schmerzen auf bewährte Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol zurück. Gerade bei starken Beschwerden gilt es, sich Ruhe zu gönnen und dem Körper Zeit zu geben, mit den Hormonschwankungen umzugehen. Nicht immer haben Frauen diese Zeit, schließlich müssen auch sie arbeiten und nicht selten Kinder versorgen. CBD soll hier helfen.

CBD-Öl wird aus der Hanfpflanze gewonnen, hat jedoch keine psychoaktive Wirkung und ist deshalb legal verkäuflich | pixabay.com

Die Wirkung von CBD-Öl kurz erklärt

Der Wirkstoff in CBD-Ölen nennt sich Cannabidiol und ist ein Bestandteil der Hanfpflanze. Im Gegensatz zum bekannten THC hat CBD keine berauschende oder psychoaktive Wirkung. CBD fällt dementsprechend nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, sondern ist als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich. Nach der Einnahme dockt CBD an bestimmten Rezeptoren im zentralen Nervensystem an und kann so seine vielfältige Wirkung entfalten. CBD wirkt:

  • schmerzlindernd
  • entspannend
  • krampflösend
  • angstlösend
  • entzündungshemmend

Aufgrund dieses breiten Spektrums wird CBD oft als „Wundermittel“ angepriesen. Den Siegeszug hat CBD in den USA angetreten, Firmen wie VAAY bringen CBD Produkte nun auch nach Deutschland. Denn mittlerweile gibt es wesentlich mehr Produkte, die CBD enthalten. Neben den bewährten Ölen gibt es Sprays, Massageprodukte, Kapseln, Kosmetik mit CBD und Weingummis mit CBD. So findet jede Anwenderin das Produkt, das perfekt zu ihrem Leben passt.

Für die korrekte und schnelle Wirkung muss die Anwenderin das CBD-Öl unter ihre Zunge tropfen | pixabay.com

Die richtige Anwendung ist entscheidend

Da es so viele verschiedene CBD Produkte gibt, müssen Anwenderinnen oft ausprobieren, was zu ihnen passt. Allein CBD-Öle sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich. Wer sich unsicher ist, kann zunächst das Gespräch mit dem Gynäkologen suchen. Dieser kann erste Anhaltspunkte liefern, wenn er bereits Erfahrungen mit CBD hat. Da Cannabidiol in Deutschland nicht als Medikament, sondern als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, muss der Arzt es nicht verschreiben. Für viele Anwenderinnen gilt also, die richtige Dosierung auszuprobieren.

Dafür ist es ratsam, zunächst mit einer geringen Konzentration und einer geringen Dosis zu starten. Beim CBD-Öl sollen einige Tropfen unter die Zunge gebracht werden, um eine schnelle Wirkung zu erhalten. Viele Frauen bemängeln, dass das Öl unangenehm schmeckt. Deshalb greifen sie auf das CBD-Spray zurück. Dieses wird einfach in den Mund gesprüht. Für den Anfang sollte ein Sprühstoß reichen. Wenn der gewünschte Effekt nicht eintritt, kann die Dosis entsprechend erhöht werden.

Für die ersten Anwendungen eignen sich Tage, an denen die Beschwerden nicht allzu stark sind. Sonst ist die Aufmerksamkeit eingeschränkt und die Anwenderin merkt nicht, ob das CBD wirklich hilft. Wer bereits Erfahrungen mit CBD im Kampf gegen die Periodenbeschwerden hat, kann das Öl oder Spray bereits ab dem ersten Tag mit Beschwerden einnehmen. Viele Kundinnen berichten, dass CBD ihnen während des gesamten Zyklus hilft und sie keine zusätzlichen Schmerzmittel einnehmen müssen.

Hat CBD-Öl Risiken oder Nebenwirkungen?

Wie jedes medizinisch anwendbare Produkt hat auch CBD Nebenwirkungen. Zunächst ist es wichtig, sich über mögliche Neben- und Wechselwirkungen zu informieren. Das senkt das Risiko ihres Auftretens bereits enorm. Auf folgende Punkte ist unbedingt zu achten:

  1. CBD-Produkte sollten nie gemeinsam mit Alkohol oder anderen Drogen eingenommen werden. Es kann zu Bewusstseinstrübungen kommen, die verheerende Folgen haben.
  2. Wer eine zu große Menge an CBD eingenommen hat, kann unter Durchfall, Appetitlosigkeit oder trockenem Mund leiden. Hier gilt es, die Beschwerden abzuwarten oder zu lindern und dann eine geringere Dosis einzunehmen.
  3. Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, sollten CBD mit Vorsicht genießen. Cannabidiol-Produkte können in Kombination blutdrucksenkenden Medikamenten zu einem starken Abfall des Blutdrucks führen.

Da CBD gegen Schlafstörungen Einsatz findet, kann es zu starker Müdigkeit kommen. Anwenderinnen, die feststellen, dass sie nach der Einnahme von CBD müde werden, sollten das Produkt entweder in geringerer Dosis oder nur vor dem Schlafengehen einnehmen.

Wer sollte kein CBD einnehmen?

Obwohl Produkte mit Cannabidiol von Menschen und Tieren gut vertragen werden, gibt es einige Gruppen von Menschen, die kein CBD einnehmen sollten. Dazu gehören unter anderem schwangere und stillende Frauen. Es gibt bisher keine ausreichenden Studien darüber, ob CBD zum ungeborenen Kind oder über die Muttermilch übertragen wird, sodass die Anwendung nicht ratsam ist. Mädchen, die noch in der Pubertät sind, sollten ebenfalls keine Produkte mit Cannabidiol einnehmen. Hier ändert sich der Hormonhaushalt immer wieder sehr stark, sodass die Wirkung auf den jungen Körper nicht abzuschätzen ist. Wenn das Mädchen unter starken Beschwerden leidet, gilt es, den Arzt hinzuzuziehen. Er kann Medikamente verschreiben.

Eine dritte Gruppe von Anwenderinnen, die auf CBD verzichten sollen, sind solche mit Lebererkrankungen. In Studien weisen Forscher immer wieder nach, dass es bei langfristiger und hochdosierter Einnahme zu Leberschäden kommen kann. Wer also bereits eine belastete Leber hat oder entsprechende Medikamente einnimmt, sollte von dem Konsum von CBD-Ölen absehen. Wer sich unsicher ist, ob er CBD einnehmen darf, spricht im Vorfeld am besten mit seinem behandelnden Arzt. Denn richtig angewendet kann Cannabidiol zu mehr Lebensqualität verhelfen.

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