Gesundheit & Medizin

Krebsvorsorge: Das kann jeder tun

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Krebs ist eine Krankheit, die noch immer vielen Menschen große Angst macht. Mittlerweile geht man sogar davon aus, dass etwa jeder Dritte im Laufe seines Lebens einmal mit der Diagnose in Berührung kommt. Keine schönen Aussichten – obwohl die Heilungschancen dank der modernen Medizin heutzutage oft gut sind. Außerdem ist in den letzten Jahren das Wissen darüber, wie man bestimmte Krebsarten verhindern kann, enorm gewachsen. Experten gehen davon aus, dass ein gesunder Lebensstil bei vielen Krebsarten das Erkrankungsrisiko senken kann.

Regelmäßige Vorsorge ist wichtig

Bei jeder Krebstherapie gilt: Je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser sind die Überlebenschancen. Bei der Darmkrebsvorsorge lassen sich beispielsweise sogar Krebsvorstufen erkennen und entfernen, sodass es gar nicht erst zur Entstehung kommt. Vorsorgeuntersuchungen werden bei vielen Ärzten in Ihrer Nähe angeboten. In welchem Alter Vorsorgeuntersuchungen von Ihrer Krankenkasse bezahlt werden, erfahren Sie von Ihrem Hautarzt. Ab einem Alter von 35 Jahren bezahlen die Krankenkassen einen jährlichen Check-Up, bei dem beispielsweise auch eine Blutuntersuchung durchgeführt wird. Auf diese Weise können ungewöhnliche Veränderungen bemerkt und mögliche Folgeuntersuchungen eingeleitet werden.

Etwa ein Zehntel aller Krebs-Erkrankungen in Europa sind außerdem auf Infektionen mit Viren oder Bakterien zurückzuführen – insbesondere Leberkrebs, Magenkrebs und Gebärmutterhalskrebs. In Folge einer Infektion mit Hepatitis B entsteht häufig Leberzellkrebs. Insbesondere Kinder, die sich angesteckt haben, haben später ein hohes Risiko, zu erkranken. Diese Erkrankungen sind mit einer Impfung gegen Hepatitis B jedoch gut vermeidbar.

Gesunder Lebensstil

Experten gehen davon aus, dass durch eine Veränderung der gängigen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten die Krebshäufigkeit um bis zu 40 Prozent gesenkt werden könnte. Dazu gehört es, nicht zu rauchen und sich in einer überwiegend rauchfreien Umgebung aufzuhalten, um das Passivrauchen zu vermeiden. Auch der Konsum von Kau- oder Schnupftabak stellt eine Bedrohung für die Gesundheit dar. Ein weiterer beeinflussbarer Risikofaktor ist ein erhöhtes Körpergewicht. Außerdem kann Adipositas den Erkrankungsverlauf negativ beeinflussen. Ob Übergewicht vorliegt, lässt sich beispielsweise mit dem sogenannten Body-Mass-Index berechnen. Gleichzeitig ist für das Krebsrisiko auch die Fettverteilung am Körper entscheidend.

Wichtige Parameter dafür sind die Menge an Bauchfett und Eingeweidefett, welches die Organe umhüllt. Einen schnellen Überblick verschafft das Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang. Gesund Gewicht zu reduzieren ist oftmals zunächst eine Überwindung, kann mit der richtigen Motivation jedoch gelingen. Unabhängig von den positiven Effekten auf das Körpergewicht senkt auch regelmäßige Bewegung das Krebsrisiko. Sport und körperliche Betätigung sorgen dafür, dass sogenannte Tumorsuppressoren ausgeschüttet werden. Es handelt sich um körpereigene Stoffe, die das Wachstum von Krebszellen hemmen.

Bereits ein sanftes Ausdauertraining, das dreimal in der Woche für 30 Minuten durchgeführt wird, hat gesundheitsfördernde Effekte. Zuletzt gilt es, ausgewogen und vitaminreich zu essen sowie den Konsum von Alkohol zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung besteht aus viel Obst und Gemüse, Samen und Nüssen, Hülsenfrüchten und ausreichend hochwertigen Omega-3-Fettsäuren.

Sonnenschutz ernstnehmen

Das größte Hautkrebsrisiko birgt eine intensive Sonneneinstrahlung. Insbesondere hellhäutige Menschen sind gefährdet. Jeder Sonnenbrand kann die DNA der Hautzellen irreparabel schädigen und so die Bildung maligner Melanome begünstigen. Nutzen Sie aus diesem Grund bei jedem Sonnenbad Sonnencreme mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor. Achten Sie darauf, empfindliche Körperstellen mit luftiger Kleidung zu bedecken und halten Sie sich vor allem während der Mittagszeit eher im Schatten auf.